m+a report April / Mai Heft 3
Digitales Reservierungsprogramm spart Kosten
"Als die Zahl der Übernachtungen 3.000 überschritt, haben wir uns
entschieden, die Verwaltung der Hotelkontingente in professionelle
Hände zu geben": Günter Faßbender ist Leiter des Messestandes
von MAN Nutzfahrzeuge AG. Zur Messe IM Nutzfahrzeuge in
Hannover 1996 wollte er der Existenz seiner Abteilung als
Nebenerwerbshotelier ein Ende setzen. Durch die Zusammenarbeit
mit der Avantel Hotel Reservierung GmbH seit 1996 konnte
Faßbender den durchschnittlichen Zimmerpreis um zehn Prozent
reduzieren. Dieser betrug zur letzten IM 2002 in Hannover 145
inkl. MwSt. "Ich habe viele Hotels aus unserem Portfolio
herausgeschmissen und bin einen Stern tiefer gegangen", berichtet, Faßbender.
Während der IM werden von seinem Unternehmen allein zehn bis
zwölf Hotels belegt. Die No-Show-Quote - also die Stornogebühren
für gebuchte Zimmer, die in letzter Minute nicht belegt wurden -
konnte er auf 2,63 % senken. Die No-Show-Rate konnte Ulrich
Börger, Leiter Messen und Event bei der Heidelberg
Druckmaschinen AG, sogar unter zwei Prozent bringen, seit er mit
Avantel zusammenarbeitet. Zur Drupa 2000 in Düsseldorf waren von
seiner Abteilung mehr als 15.000 Übernachtungen zu organisieren.
Bei anderen Veranstaltungen sind regelmäßig zwischen 120 und 300
Zimmer zu verwalten. Er verzeichnet zwar keine direkte
Kosteneinsparung beim Zimmereinkauf. "Aber wir hätten zusätzlich
Personal einstellen müssen", weiß er. Außerdem seien die Avantel-
Preise wettbewerbsfähig: "Unsere Niederlassung in Chicago konnte
uns auch kein günstigeres Zimmer besorgen."
Heidelberg war einer der ersten Kunden, die die Daten der
Hotelreservierungen unmittelbar auch für das
Standinformationssystem einsetzten. "Die Hotellisten sind mit
Sicherheit immer aktuell, jeder will ja sein Bett gesichert haben.
Damit haben wir nun auch am Messestand stets die neueste
Version", nennt der Standleiter die Vorteile. Das Avantel-Programm
ist mit der Software des Standinformationssystems eines anderen
Anbieters über eine Schnittstelle kompatibel. "Wir haben gemeinsam
das Programm in allen Einzelheiten auf ein Niveau gebracht, dass es
jetzt perfekt auf unsere Organisation passt", ist Börger zufrieden.
Besonders wichtig war ihm dabei, stets die Übersicht zu haben. Wir
wollen eine saubere Auf teilung, jederzeit den Planungsstand abrufen
können und wissen, ob dass Soll erfüllt ist, lauten seine
Anforderungen. Auch im Nachhinein sei ein lückenloser Nachweis
r aller Vorgänge nötig.
Auch Faßbender von MAN Nutzfahrzeuge arbeitet seit 2000 mit dem
Internetbasierten Programm des Zimmervermittlers. "Ich hatte am
Anfang furchtbar Bauchweh und befürchtete, dass wir nicht mehr
jeden Schritt nachvollziehen können", erinnert er sich. Inzwischen ist
das Programm über das Intranet von MAN Nutzfahrzeuge weltweit
verfügbar, die Projektleiter an den jeweiligen Standorten buchen von
ihrem Arbeitsplatz aus ihre Besuchskontingente ein.
"Als Verantwortlicher kontrolliert man den Buchungsstand immer wieder
unter neuen Gesichtspunkten: nach eventuellen Doppelbuchungen,
nach Namen, nach Orten, nach Unternehmensbereichen", so
Faßbender. Aus seiner Sicht hat das Programm noch Potenzial:
Irgendwann wird es auch Doppelbuchungen von selbst erkennen
können.